Fleisch oder nicht Fleisch? – Wie ernähren wir uns in der Zukunft?
Die Frage, die das gesamt Metzgerhandwerk beschäftigt
Wir lieben unsere Produkte, den Geschmack von Steaks, Fleischkäse und Wurst. Das sind nicht nur Lebensmittel, das sind Kindheitserinnerungen: Brotzeit mit den Großeltern, Bratwurstbrötchen an der Imbissbude.
Geschmäcker, die unser Handwerk über Generationen hinweg entwickelt und verfeinert hat – sie sind Teil unserer Identität. Eine Leistung, auf die wir stolz sein dürfen. Lächelnde Kinderaugen bei der obligatorischen Scheibe Gelbwurst, das Strahlen in der Familie, wenn Omas Braten auf den Tisch kommt, all das ist Geschichte und Emotion. Etwas, das uns verbindet.
Deshalb haben wir im Jahr 2024 begonnen, unsere Zutatenlisten gründlich zu überarbeiten. Jeder noch so kleine Zusatzstoff wurde hinterfragt.
Doch die Zeiten ändern sich. Die Weltbevölkerung wächst, immer mehr Ackerflächen werden für Futtermittel statt für Lebensmittel genutzt. Gleichzeitig rücken soziale Medien den Umgang mit Tieren verstärkt in den Fokus. Eine wachsende Zahl an Argumenten stellt den heutigen Konsum tierischer Produkte grundsätzlich infrage und gerade, weil mit Fleisch so viele Emotionen verbunden sind, verlaufen Diskussionen dazu oft hitzig und unversöhnlich.
Triggerwort: Vegan!
Auch viele Kolleg:innen aus dem Metzgerhandwerk wollen davon nichts wissen. Augen und Ohren zu. Veränderung? Bloß nicht. Das Thema wird politisiert, oft sogar stigmatisiert. Aber für uns ist vegane Ernährung keine politische Haltung. Es ist eine Auseinandersetzung, die wir der Gesellschaft und kommenden Generationen schuldig sind.
Veganismus ist kein Angriff auf Metzger:innen. Er ist eine Chance, unser traditionsreiches Handwerk in die Zukunft zu führen. Denn was bringt all unser Wissen, wenn es keine Relevanz mehr hat? Also haben wir uns hingesetzt und begonnen, vegane Alternativen zu Klassikern aus unserem Sortiment zu entwickeln. Und das Spannende: Ohne unser Fachwissen, unsere Maschinen, unsere Erfahrung, wäre das gar nicht möglich gewesen. Der Rohstoff ändert sich, ja. Aber das Handwerk bleibt. Viele Arbeitsschritte sind die gleichen wie bei der Verarbeitung von Fleisch.
„Ja, aber warum isst man dann nicht einfach Gemüse, wenn man vegan leben will? Was soll dieses Nachbauen von Wurst? Das ist doch dann gar keine Wurst!“
Die Sache ist: Kaum jemand wird vegan, weil er den Geschmack von Fleisch nicht mag. Die Gründe sind vielfältig – Ethik, Umweltschutz, Gesundheit. Viele geben mit dieser Entscheidung etwas auf, das sie lieben: Bratwurst, Burger, Steaks. Aber sie können das mit ihren Überzeugungen nicht mehr vereinbaren. Auch sie sind mit den gleichen Produkten, Traditionen und Emotionen groß geworden. Deshalb freuen sie sich über neue Interpretationen ihrer Lieblingsgerichte. Und mal ehrlich: Wie egal ist es bitte, wie wir das pflanzliche Pendant nennen?
Wir hoffen, dass unsere veganen Alternativen dabei helfen, den Fleischkonsum etwas zu reduzieren. Denn wenn jeder von uns bewusster mit seinen Essgewohnheiten und deren Auswirkungen auf Umwelt, Tiere und Gesellschaft umgeht, sind wir gemeinsam schon einen großen Schritt weiter. Niemand muss vegan werden, aber ein bisschen mehr Offenheit und Neugier hat noch nie geschadet.
Veganes Sortiment
Vegane Alternativen gehören heute in jedes Sortiment, von der Kantine bis hin zur Spitzengastronomie. Die Ernährungsgewohnheiten ändern sich, und immer mehr Menschen achten darauf, weniger tierische Produkte zu konsumieren.
Darum haben wir Klassiker wie Weißwürste und Bratwürste nach langer Entwicklungsphase in unser Sortiment aufgenommen. Echter Geschmack ohne lange Zutatenlisten. Echtes Metzgerhandwerk in vegan. In den nächsten Jahren wird das Sortiment noch weiter wachsen, sodass wirklich jede:r ganz einfach das eigene Angebot um pflanzliche Varianten erweitern kann.






